Karrierewege im Buchhandel

 

 

 

Mit dem Grad Ihrer Qualifikation und Ihres Engagements erhöhen sich Ihre Chancen, in Ihrem Betrieb aufzusteigen. Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abteilungsleitung

Ein Abteilungsleiter ist innerhalb einer (größeren) Buchhandlung für die Führung eines bestimmten Geschäftsbereiches zuständig – die

Abteilungsbildung kann entweder thematisch vorgenommen werden und sich auf den Verkauf beziehen (z.B. Abteilungsleitung Belletristik) oder nach betriebswirtschaftlichen Kriterien erfolgen: Einkauf, Verkauf, Buchhaltung, Personal, etc. Hier können Spezialisten ihr Können zum Einsatz bringen und ihre individuellen Talente entfalten. Abteilungsleiter vertreten ihre Firma nur eingeschränkt nach außen. Sie sind Angestellte, die größere Geschäfte nur nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung tätigen.

 

 

 

Filialleitung

Wer als Filialleiter die Niederlassung einer Buchhandelskette führt, ist Generalist. Er sollte sehr gute Kenntnisse aller anfallenden Vorgänge in einer Buchhandlung haben, denn er vertritt die Buchhandlung gegenüber dem Inhaber, bei dem er angestellt ist, gegenüber allen Kunden und Geschäftspartnern und auch gegenüber allen Angestellten. Dazu gehören bei größeren Buchhandlungen auch die Abteilungsleiter, denen der Filialleiter die strategische Richtung vorgibt. Eine Niederlassung zu leiten, heißt Verantwortung zu tragen, was normalerweise mit einem Gehalt belohnt wird, das über dem des Abteilungsleiters liegt.

 

 

 

Geschäftsführung

Filialleiter und Geschäftsführer haben im Prinzip die gleichen Aufgaben. Die Geschäftsführung bezieht sich auf alle dem Geschäft zugehörigen Geschäftsbereiche und Filialen. Allerdings finden sich Geschäftsführer nur in bestimmten Geschäftsformen (Gesellschaft mit beschränkter Haftung, GmbH) und in größeren Buchhandlungen oder Buchhandelsketten. Sie befassen sich in der Regel nicht mehr mit dem buchhändlerischen Tagesgeschäft und werden normalerweise außer Tarif bezahlt.

Geschäftsführer werden von den Gesellschaftern bestellt, können auch selbst Gesellschafter sein und sind den anderen Gesellschaftern der GmbH gegenüber regelmäßig Rechenschaft über allen tatsächlichen und rechtlichen Maßnahmen schuldig, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar fördern sollen. Sie haben zumeist größere Geschäftsbefugnisse als Filialleiter, und arbeitsrechtliche Schutzvorschriften (z. B. Kündigungsschutz) gelten für sie unter Umständen nur eingeschränkt.

 

 

 

Selbstständigkeit

Selbstständige Buchhändler müssen niemandem Rechenschaft ablegen. Dafür tragen sie aber das volle Risiko ihrer Unternehmung - im Positiven wie im Negativen. Um eine Buchhandlung zu führen, braucht man zumindest in der Anfangszeit sehr viel Elan, Arbeitswillen, Durchsetzungskraft, einen langen finanziellen Atem, Unternehmungsgeist und Entscheidungsfreude. Grundsatzfragen wie die Wahl des Standorts, die Entscheidung für ein bestimmtes Sortiment und die Auswahl der Mitarbeiter wollen gut überlegt sein. Bund und Länder haben spezielle Förderprogramme für Jungunternehmer und Existenzgründer aufgelegt.

 

 

 

 

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