Von print zu digital
Downloads rund um das Projekt:
Das eBook im ePub Format: download
Bei Problemen können Sie hier eine ZIP-Datei des eBooks herunterladen: download
Zum Öffnen benötigen Sie ein Programm, welches ePub-Dateien verarbeiten kann. Dazu können Sie bspw. die Adobe Digital Editions benutzen: download
Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem peter meyer verlag entstanden:
http://www.petermeyerverlag.de/verlagsverfuehrer_ebook0.0.html
Das Cover als PDF in voller Größe: download
Den Flyer zum eBook als PDF: download
Wie aus dem Verlags(ver)führer ein eBook entstand.
Eine Projektdokumentation
Verfasser der Projektdokumentation: Nicola Günther und Caroline Schneiderbauer
Wie alles begann
„Digitalisierung, das ist die Zukunft! Der Verlags(ver)führer, der von unseren Vorgängern der Jahre 2006/2007 im pmv Peter Meyer Verlag veröffentlicht wurde, wird schon bald als eBook erscheinen!“ Gesagt, getan! Doch der Weg dahin war lang.
Alles begann im Mai 2009, als sich auf dem mediacampus frankfurt 16 Auszubildende aus den verschiedensten Verlagen trafen. Ein neuer Medienkaufleutekurs begann, ein neues Projekt war geboren. Gern hatten wir die Herausforderung angenommen, aber zunächst mussten wir mehr über das neue Medium eBook herausfinden. Welche eReader gibt es, wodurch zeichnen sie sich aus, wo liegen die Besonderheiten der einzelnen Geräte? Worauf basiert eigentlich ein eBook? Wie mache ich überhaupt aus einem gedruckten Buch ein digitales Produkt, das dem Leser auch noch Vergnügen bereitet?! Und was ist das ominöse XML?
Mit diesen komplexen Fragen wurden wir natürlich nicht allein gelassen. Tobias Ott von der Hochschule der Medien in Stuttgart kam im ersten Berufschulblock auf den Campus und erklärte uns, was es mit multimedialem und crossmedialem Publizieren auf sich hat, um uns so die theoretischen Basics näher zu bringen. Datenformate wurden erklärt, Strukturen erläutert und die goldene Regel für das Publizieren der Zukunft offenbart: „medienneutrale Datenhaltung!“
Das Zauberwort: XML – ohne geht es einfach nicht!
XML ist ein Zwischen-, kein Endformat. Was soll das heißen? Es bedeutet, dass XML lediglich die Strukturierung von Daten, aber noch kein Layout darstellt. Letzteres erhält man erst durch das Darauflegen eines Stylesheets, das die grafische Darstellung beschreibt. Denn genau das meint medienneutrale Datenhaltung, die Trennung von Struktur und Layout.
Aus XML lassen sich somit verschiedene Endformate generieren, unter anderem auch das ePub, unser eBook-Format. Jetzt sind wir endlich an dem Punkt, uns unser eBook auch anschauen zu können, auf einem eReader, iPhone, am Computer – die Zukunft bietet viele Möglichkeiten. Das Tolle am ePub-Format im Vergleich zur herkömmlichen PDF ist der flexible Zeilenumbruch – welches Gerät ich auch zum Lesen benutze, es passt sich meinem Bildschirm an. Doch das ist noch nicht alles. So können beispielsweise Quellenangaben mit den dazugehörigen Websites verlinkt, Kapitel miteinander vernetzt und Hintergrundinfos hinterlegt werden. Auch „Spielereien“, wie die GPS-Daten der vorgestellten Verlage einzuspeisen, die vom iPhone aufgerufen werden können, um dann den Benutzer mittels eines Navigationsapps direkt zum Verlag zu führen, sind theoretisch möglich.
Da tut sich eine riesige Spielwiese für uns Medienkaufleute auf!
Nach so viel neuem Input, mussten wir uns allerdings erst einmal darüber klar werden, welche Inhalte wir aufnehmen wollten. Wollen und können wir solche Spielereien, wie oben erwähnt, programmieren oder sollten wir uns verstärkt um den Inhalt kümmern? Wie weit möchten wir uns von der Vorlage entfernen? Was ist zeitlich und arbeitstechnisch überhaupt möglich?
Es war uns vor allem wichtig, nicht nur ein neues Medium zu nutzen und zu gestalten, sondern darüber hinaus auch noch Informationen über das Medium eBook an sich zu vermitteln. Schließlich entschieden wir uns dafür, den Verlags(ver)führer neben zwei neuen Verlagsportraits mit Interviews und Statements aus der Branche zu ergänzen. In einem der Interviews geht Tobias Ott, der als Geschäftsführer der Firma pagina tätig ist, vor allem auf die Potentiale und Herausforderungen rund ums eBook ein, während Ute Flockenhaus vom Gabal Verlag sich mit Fragen des Vertriebs und des Marketings auseinandersetzt. Selbstverständlich wollten wir den Verlagen, die in den einzelnen Kapiteln vorgestellt werden, auch die Möglichkeit geben, ein Statement zum Thema eBooks abzugeben.
Jetzt geht’s ans Schreiben und Programmieren
Während ein Teil unserer Klasse damit beschäftigt war, die vorliegenden InDesign-Daten in XML mittels einer gemeinsam entwickelten DTD (das Regelwerk, nach dem die Struktur unserer Datei aufgebaut ist) zu konvertieren, machte sich der andere Teil zwischen den beiden Schulblöcken daran, die Texte unserer Vorgänger zu prüfen und zu aktualisieren, Statements aufzutreiben, neue Verlagsportraits zu schreiben und Interviews zu führen.
Wieder in Seckbach
Am Anfang des zweiten Berufschulblocks trugen wir unsere Ergebnisse zusammen. Hierbei stand uns Carsten Schwab, der als Hersteller beim S. Fischer Verlag arbeitet, bei der konkreten Umsetzung unserer Pläne zur Seite. In herstellerischen Fragen zum ePub-Format, zu CSS und zu Datenkonvertierung konnten wir uns getrost an ihn wenden.
Doch es ging nun auch um die klassischen Aufgaben eines Verlages, um die Abstimmungen des Lektorats mit der Herstellung, die Gestaltung des Covers, sowie den Vertrieb und die Kommunikation. Wo wollen wir unser eBook zum Download anbieten? Wollen wir den Verlags(ver)führer kostenlos vertreiben? Brauchen wir eine neue ISBN und welche Möglichkeiten bietet diese? Wie wird unsere Strategie in der Kommunikation aussehen? Auch hier fanden wir Unterstützung: bei Annette Sievers, Verlegerin des pmv, in deren Verlag schon die Print-Version des Verlags(ver)führers erschienen ist.
Die Geburtsstunde des neuen Titels
Dass wir vor allem einen griffigen und innovativen Titel brauchen, der noch einen Bezug zum Original hat, wurde uns schnell klar, als wir unsere Pläne bei der Öffentlichkeitsarbeit konkretisierten. Sehr schnell kristallisierte sich heraus, dass ein eBook, ein Buch ist ohne Blätter – also entblättert. Und was passt besser zu einem Verführer als entblättern?!
Der Verlags(ver)führer entblättert. Ein eBook
Der neue Titel war geboren und die Vorraussetzung dazu geschaffen, uns noch ein letztes Mal ganz in die Arbeit stürzen. Pressemitteilungen wurden verfasst, Flyer gestaltet, Waschzettel formuliert, allerletzte Korrekturen und herstellerische Feinschliffe vorgenommen.
Endlich ist es nun soweit, wir haben unser Ziel erreicht – ein schönes und kurzweiliges Produkt ist entstanden, das einen Querschnitt unserer Branche bietet, informativ und unterhaltsam ist – und das vielleicht auch die neue Generation Azubis für die Verlagswelt begeistert.
Das Projektteam:
die Auszubildenden des 3. Berufsschul-Lehrgangs für Medienkaufleute
Felix Baur, Georg Thieme Verlag KG
Anna Bäumner, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG
Sabrina Chaudhry, Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Simone Eppert, GABAL Verlag GmbH
Nicola Günther, Suhrkamp Verlag GmbH & Co KG
Laura Hoffmeister, Hogrefe GmbH & Co KG
Marit Jensen, Suhrkamp Verlag GmbH & Co KG
Mia Kugelmann, Ullstein Buchverlage GmbH
Annika Kunkel, Georg Thieme Verlag KG
Marcel Leichsenring, Georg Thieme Verlag KG
Philipp Rusch, Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG
Mirijam Scherl, Ravensburger AG
Caroline Schneiderbauer, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG
Richard Stoiber, Suhrkamp Verlag GmbH & Co KG
Laura Uhrhan, Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Evelyn Witzmann, Brunnen Verlag








